ZENTRAL GELEGEN

Der GeoPark

Der GeoPark Kyffhäuser liegt zentral im Herzen Deutschlands. Er erstreckt sich über eine Fläche von ca. 833 km² von Kindelbrück in Thüringen bis nach Kelbra in Sachsen-Anhalt. Im GeoPark liegen etwa 50 Städte und Gemeinden.

Verschiedene Landschaften auf kleinem Raum!

Die Vielfalt der hügeligen Landschaft um das Kyffhäusergebirge verdanken wir der Heraushebung der "Hermundurischen Scholle" vor etwa 95 Mio. Jahren. Wechselhaftes Klima über Jahrmillionen veränderte die damaligen Gebirge zu ihrer heutigen Form. Zuletzt prägten die Eiszeiten den GeoPark Kyffhäuser. Bis heute wirkt die Salzauslaugung im Gebiet, weshalb die Auenlandschaften um das Kyffhäuser-Gebirge noch immer leicht sinken.

GeoPark Kyffhäuser: Geologie macht Geschichte

Der GeoPark Kyffhäuser ist ein altes Siedlungsgebiet: Schon der Urmensch von Bilzingsleben fühlte sich hier vor beinahe 400.000 Jahren wohl. Im Mittelalter war das Gebiet als Regierungssitz mit seinen zahlreichen Pfalzen bedeutsam. Auch der Abbau von Bodenschätzen wie Sandstein, Kupfer oder Salz prägte die Geschichte der GeoPark-Region.

Geologie stiftet an - zu Engagement für die Region

Das ehrenamtliche Engagement für eine Region mit großartigem geologischem Erbe verbindet die Mitglieder des Vereins „GeoPark Kyffhäuser e.V.“. Ein großes Ziel des im Oktober 2004 gegründeten Vereins ist es, die Geologie des GeoParks Kyffhäuser erlebbar zu machen. In diesem Sinne entstanden seit 2005 nach und nach verschiedene Angebote, die Sie unter „GeoErlebnisse“ finden.
In regelmäßigen Sitzungen (Vorstand, Fachbeirat) entwickelt der Verein Projektideen, die gemeinsam mit Fachkräften und engagierten Akteuren der Region umgesetzt werden. Einmal jährlich findet die Mitgliederversammlung statt, in der über laufende Projekte berichtet wird.

Nachfolgend finden Sie die Mitglieder des Vorstandes sowie des Fachbeirates . Möchten Sie mitarbeiten und Mitglied werden, melden Sie sich bitte unter „Kontakt“.

Vorstand:

  • Frau Antje Hochwind-Schneider (Vorsitzende)
  • Herr K. Hoffmann (Bürgermeiser Kyffhäuserland | Stellv. Vorsitzender)
  • Frau D. Dittmer (Bürgermeisterin der Stadt Wiehe)
  • Herr J. Fischer (Barbarossahöhle)
  • Herr L. Bornkessel (Bürgermeister der Stadt Kelbra)
  • Herr J. Kreyer (Bürgermeister der Stadt Sondershausen)
  • Herr M. Strejc (Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen)
  • Herr M. Deichstetter (Landratsamt Kyffhäuserkreis)
  • Herr J. C. Schmiereck (Erlebnisbergwerk Sondershausen)

Fachbeirat:

  • Gunther Braniek (Geschäftsstelle der CDU Fraktion im Thüringer Landtag)
  • Enrico Brühl (Steinrinne Bilzingsleben)
  • Hans-Jürgen Fischer (Barbarossahöhle)
  • Alexandra Forner (Landratsamt Kyffhäuserkreis, Amt für Tourismus und Kultur)
  • Ulrich Hahnemann (Regionalmuseum Bad Frankenhausen)
  • Knut Hoffmann (Bürgermeister der Gemeinde Kyffhäuserland, stellv. Vorsitzender)
  • Marion Kaps (Regionale Planungsstelle Nordthüringen)
  • Lutz Koch (Naturparkverwaltung Kyffhäuser)
  • Charis Leuschner (Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz)
  • Markus Meißner (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz)
  • Mareike Naylor (Barbarossahöhle)
  • Carola Müller-Niemann (Stadt Bad Frankenhausen, Bau- und Ordnungsamt)
  • Wolfgang Sauerbier (Botschafter des Naturpark Kyffhäusers)
  • Thomas Schlufter (Landratsamt Kyffhäuserkreis, Untere Naturschutzbehörde)
  • Dr. Reinhard Scholland (Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, Stadt- und Regionalentwicklung)
  • Stephan Schulze (Landratsamt Sömmerda)

GeoPark Kyffhäuser anerkannt als „Nationaler GeoPark“

Nach jahrelangem Engagement war im Juli 2009 das Ziel erreicht: Der Vereinsvorsitzende Peter Hengstermann nahm die Urkunde zur Anerkennung des GeoParks Kyffhäuser als Nationaler GeoPark entgegen.

„Die Zertifizierung als Nationaler GeoPark ist eine besondere Auszeichnung für die Region. Damit wird nicht nur anerkannt, dass es hier einen besonderen geomorphologischen Formenschatz gibt, sondern auch gewürdigt, wie Gästen und Besuchern dieser natürliche Reichtum zugänglich gemacht wird“, erklärte Gerold Wucherpfennig (zu der Zeit: Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien) anlässlich der Übergabe der Zertifizierungsurkunde in der Barbarossahöhle.

Was ist ein Nationaler GeoPark?

Nationaler GeoPark

Die Auszeichnung „Nationaler GeoPark“ wird von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, dem Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland, verliehen.

Um das Prädikat Nationaler GeoPark tragen zu dürfen, muss ein Gebiet geologische Sehenswürdigkeiten (Geotope) beherbergen, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind. Darüberhinaus sollen die Geotope charakteristisch für eine Landschaft sein und beispielhaft für die geologische Entstehungsgeschichte der Region stehen. Denn zu den Aufgaben von Nationalen GeoParks gehört es, Geologie erlebbar zu machen. Das heißt: Geologie und die Verbindung zu anderen Lebensbereichen am konkreten Beispiel zu veranschaulichen.
Zusätzlich zu den geologischen sind in den Gebieten der Nationalen GeoParks auch archäologische, historische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In den GeoParks sollen sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes mit der Förderung regionaler Wirtschaftsentwicklung sozialverträglich verbinden.

Ein Nationaler GeoPark hat klar definierte Grenzen und eine klar definierte Verwaltungsstruktur.
Die Begutachtung und Zertifizierung eines Nationalen GeoParks wird nach den Vergaberichtlinien des Bund-Länder-Ausschusses Bodenforschung durch die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung durchgeführt. Das Zertifikat ist auf fünf Jahre begrenzt und muss nach dem Ablauf dieser Zeitspanne verteidigt werden.

Mehr zur GeoUnion, Alfred-Wegener-Stiftung: www.geo-union.de und zu den Nationalen GeoParks in Deutschland: www.nationaler-geopark.de

Nationale GeoParks in Deutschland